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Neptuns Rhum – Rum aus Flensburg

Rum bzw. Rhum kann auf eine jahrhundertelange Erfolgsgeschichte zurückblicken und hat im Laufe der Jahre nicht etwa an Faszination verloren, sondern sogar noch an Potenzial gewonnen. Rund 75 % der globalen Gesamtproduktion stammen aus der Karibik, doch es gibt in allen Winkeln der Welt Brennereien, die sich dieser beliebten Spirituosen widmen. Die Rohstoffe unseres Rhum stammt aus Südamerika, wo man sich ebenfalls bereits seit Jahrhunderten auf die Rumproduktion versteht und schon so manch ein Premium-Produkt auf den Markt gebracht hat.  Beispiele für südamerikanische Länder, die den Rum-Markt bereichern und frischen Wind ins Geschehen bringen, sind z. B. Guatemala und Venezuela.

Rum oder Rhum?

Warum nennen wir unseren Rhum nicht Rum, sondern bestehen auf das h in der Produktbezeichnung? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir ein wenig ins Detail gehen: Es waren einst die Spanier, die den Stein ins Rollen brachten, doch man darf auf keinen Fall die wichtige Rolle vergessen, welche die Franzosen bei der Rum-Geschichte spielten. Auf ihren Übersee-Départements in den französischen Antillen der Karibik wird nach wie vor aus Zuckerrohr Alkohol produziert. Dieser wird auf den Namen Rhum Agricole getauft und stellt die Alternative zum im großen Stile industriell produzierten Rhum Industriel bzw. Rhum Traditionnel dar. Jener wird aus Melasse destilliert. Dabei handelt es sich um ein Beiprodukt der Gewinnung von Zucker aus Zuckerrohrsaft. Nach einer mehrfachen Kristallisierung bleibt die braune, zuckerhaltige Masse zurück und ist noch immer süß genug, um weiterverarbeitet zu werden. Man bringt die Melasse mittels Hefe zum Gären. Nach dem Fermentieren steht die Destillation an.

Das Gegenstück zu diesem gängigen Melasse-Rum ist der Agricole-Rum. Ihn haben die Franzosen auf Inseln wie Martinique, Guadeloupe und La Réunion perfektioniert. Ihr Rhum Agricole – immer mit h geschrieben – basiert ausschließlich auf vergorenem Zuckerrohrsaft statt auf Melasse. Da unser Rhum aus südamerikanischem Zuckerrohrsaft gewonnen wird, bevorzugen wir die Schreibweise mit h. Unser Rhum profitiert dabei davon, dass das Zuckerrohr dem ökologischen Anbau entspringt und nicht mit Chemie in Berührung kommt.

Das Besondere am Rhum

Die Lagerung von Rhum in Fässern aus amerikanischer oder europäischer Eiche übt einen deutlichen Einfluss auf den Farbton, das Aroma, den Geschmack, den Alkoholgehalt und die Konsistenz aus. Manche behaupten sogar, bis zu 70 % des Genusses würden von der Veredelung im Eichenfass geprägt. Je nachdem, welcher Rohstoff wie genau gebrannt wurde und wie lange sowie in welchem Fasstyp der Rhum lagern konnte, lassen sich die verschiedensten Trinkerlebnisse kreieren. Ein weißer Rhum wird ohne Fasslagerung abgefüllt und ist ideal für das Mixen von Cocktails und Longdrinks. Ein heller, goldener Rum wurde einer kurzen Ruhephase im Fass unterzogen und besitzt etwas mehr Finesse. Dunkler, brauner Rum mit einem Farbschlag von Bernstein, Kupfer oder Mahagoni verbrachte viele Jahre im Holzfass und überzeugt mit Premium-Qualität. Er wird bevorzugt pur genossen.

Destillieren lässt sich ein Rum entweder kontinuierlich im Säulensystem (column still) oder diskontinuierlich im Kupferbrennkessel (pot still), wobei sich auf diese Weise verschiedene Stilrichtungen erzeugen lassen. Das Destillat wirkt eher leicht oder schwer, eher ausgewogen oder aromatisch. In den meisten Fällen handelt es sich bei Rhum um einen Blend aus mehreren Destillaten, denn dieses Vermählen macht es möglich, einen ganz bestimmten Genuss immer wieder zu präsentieren. Seltener sind die Einzelfassabfüllungen mit dem Inhalt nur eines Fasses, die in begrenzter Flaschenzahl auf den Markt kommen. Eine Spezialität ist der Solera-Rum, der auf ausgeklügelte Weise reift und einen Blend aus jungen sowie alten Destillaten darstellt. Ebenso trifft man auf Cask Strength Rhum mit hohem Alkoholgehalt, der in Fassstärke abgefüllt wurde. Noch stärker ist Overproof Rum.

Die Geschichte von Rhum

Die Spanier folgten im 16. und 17. Jahrhundert dem Entdecker Kolumbus in die Neue Welt und kolonialisierten die karibischen Inseln, auf denen sie den Anbau von Zuckerrohr einführten. Sklaven aus Afrika wurden in Massen in die Neue Welt gebracht, um auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Die Bedingungen waren hart, und um sich den Alltag ein wenig zu versüßen und sich etwas mehr Kraft und Ausdauer sowie Motivation anzutrinken, begannen die Sklaven mit der Alkoholherstellung. Sie gewannen aus den Überresten der Zuckergewinnung aus Zuckerohr einen recht rohen, starken Alkohol. Dieser stellte die Vorstufe zum Rum dar. Ein wenig später kam in Jamaika der Begriff "rumbullion" auf, wobei die Spirituose mit dem Aufbegehren der unfair behandelten Arbeiter und der einheimischen Bevölkerung gleichgesetzt wurde. Noch ein wenig später bürgerte sich der Begriff Rum ein. Die Europäer wurden auf die Spirituose aufmerksam und transportierten sie in die Alte Welt in Länder wie Spanien. Bei den langen Schiffsreisen ruhten die Destillate in Fässern aus Eichenholz, und man bemerkte, dass dies einen positiven Einfluss auf die Spirituose ausübte. Nicht nur nahm sie einen schönen Farbton an, wenn sie Monate bis Jahre lang ruhen konnte, sondern sie zeigte sich auch von der weniger intensiven, weicheren und runderen Seite. Rasch begannen die Brennereien, mit der Lagerung von Rum zu experimentieren sowie an der Destillation zu feilen. Aus dem recht rohen, ungestümen und wenig schmackhaften Zuckerrohrbrand entwickelte sich der Rhum, wie man ihn heute kennt und schätzt. 

Rhum von der Flensburger Spirituosen Manufaktur

Unser Neptuns Rhum ist in verschiedenen Abfüllungen von hoher Qualität zu haben. Gebrannt wird er aus Zuckerrohr aus dem kontrollierten südamerikanischen Anbau, um ein authentisches, natürliches Ergebnis zu liefern. Die Dolleruper Destille in Deutschland übernimmt die Destillation selbst, statt bereits gebrannte Destillate aus Übersee einzuführen und per Blending zusammenzuführen und / oder zu lagern. Unser dunkler Rhum ist ein Klassiker voller Charakter und Charisma, der komplett ohne Farbstoffe und künstliche Zusatzstoffe auskommt und bei der Reifung vom deutschen Klima beeinflusst wurde. Er hebt sich von der Masse ab und ist mit seinem Alkoholgehalt von 42 % vol. weder zu mild noch zu kraftvoll. Die Fasslagerung hat es ihm ermöglicht, ein tolles Potenzial zu entfalten, das sich in fruchtigen, süßen, leicht holzigen, feinwürzigen sowie geschmeidigen bis üppigen Noten in Aroma und Geschmack ausdrückt. Der Rhum der Flensburger Spirituosen Manufaktur setzt hohe Standards und weckt das Interesse von Kennern. Er hat volle Aufmerksamkeit verdient und kann es problemlos mit einem Rhum Agricole der berühmten Top Seller aufnehmen. Für einen edlen, schön präsentierten Tropfen, der als Geheimtipp verlockt, sind Genießer hier an der richtigen Stelle. 

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